Konzept

Die Evaluation ist als kontrolliertes Panel angelegt (synonym: controlled interrupted time series). Die Zuteilung in die Gruppen ist nicht randomisiert. Die Daten werden per Selbstauskunft mittels Fragebogen erhoben:

  • Arm 1: Panel-Interventionsgruppe
    • Die Interventionsgruppe wird zu sieben Zeitpunkten befragt (6 und 3 Monate vorher, Beginn und Ende der Intervention sowie 3, 6 und 9 Monate nachher). Primäre Zielgröße ist das Wohlbefinden. Sekundäre Zielgrößen sind subjektive Gesundheit, Betreuungsaufgaben, persönliche Einschränkungen, Akzeptanz der Pflegesituation, Unterstützung sowie Gesundheitsverhalten.
  • Arm 2: Panel-Kontrollgruppe
    • Die Panel-Kontrollgruppe erhält keine spezifische Intervention und wird zu vier Messzeitpunkten befragt (0, 3, 6 und 9 Monate). Die Zielgrößen entsprechen denen der Interventionsgruppe

Auswertung

Die Entwicklung der Zielgrößen vorher wird mit der Entwicklung nachher verglichen. Mit Methoden der Panelregression werden alle (auch unbeobachtete) zeitstabilen Heterogenitäten kontrolliert, so dass die Vorher-Messungen der Interventionsgruppe die fehlende Randomisierung kompensieren. Temporale Trends werden über den Einbezug der Panel-Kontrollgruppe kontrolliert.

Anonymität, Freiwilligkeit und Datenschutz

Die Studie ist anonym und die Teilnahme ist freiwillig. Sie wurde von einer Ethikkommission für unbedenklich bewertet. Es werden ausschließlich die Daten verwendet, die über die Fragebögen erhoben wurden. Die Zulässigkeit der Datenerhebung bzw. -verarbeitung wurde von der SVLFG geprüft und basiert auf der gesetzlichen Aufgabenerfüllung gemäß § 45 Abs. 1 SGB XI.

Partizipation

Die Feinplanung der Intervention erfolgt unter Beteiligung von pflegenden Angehörigen, zum einen in einer Fokusgruppe und zum anderen über Zwischenauswertungen der Fragebögen.

Routinedaten

Darüber hinaus wird im Projekt geprüft, ob zusätzlich eine Evaluation anhand von Routinedaten der SVLFG machbar ist.